Mit Vorträgen, Filmvorführungen, Diskussionsveranstaltungen, Aktionen und Kunst will das Lüneburger Aktionsbündnis gegen Atomkraft (LAgA) die Öffentlichkeit in und um Lüneburg erreichen, um das hochaktuelle Thema Atomkraft vielseitig in das Bewusstsein der Bürger zu bringen. Die Pläne der Bundesregierung, die Laufzeiten für Atomkraftwerke zu verlängern, hat in Lüneburg bereits erhebliche Protestreaktionen hervorgerufen. So beteiligten sich rund 5000 Menschen an der Menschenkette, die über 120 km vom AKW Brunsbüttel bis zum AKW Krümmel reichte. Weitere Aktionen folgten: eine Protestkundgebung auf dem Lüneburger Marktplatz, ferner die Aktionen "Wir bringen unseren Müll zur CDU", "Mit Trommeln und Pfeifen gegen Atomenergie" und "mal richtig abschalten".

In Lüneburg gibt es bereits eine längere Tradition des Widerstandes gegen Atomkraft und gegen die Castor-Transporte nach Gorleben. Waren es bisher kleinere Gruppen, die den Widerstand mobilisierten, so hat sich neuerdings auf Grund der skandalösen Atompolitik der schwarzgelben Bundesregierung ein breites Aktionsbündnis gebildet, das sich aus den verschiedensten gesellschaftlichen Gruppen zusammensetzt. Dieser Trend, einer Politik energischen Widerstand entgegenzusetzen, die sich über die mehrheitlichen Bedürfnisse und Wünsche der Menschen brachial hinwegsetzt, ist bundesweit in den unterschiedlichsten Zusammenhängen zu beobachten und weist auf das Entstehen einer neuen Qualität der politischen Auseinandersetzungen hin. Das ermutigt!

Die Aktionstage finden am 10., 11., und 12. September im Lüneburger Clamartpark statt. Es folgen drei weitere Veranstaltungen am 14., 21. und 23. September. Am 18. September findet in Berlin eine bundesweite Demonstration gegen Atomkraft statt. Das Lüneburger Bündnis hofft, mit den Aktionstagen viele Menschen zur Teilnahme an der Demonstration aber auch für den Widerstand gegen den Castortransport nach Gorleben im November motivieren zu können.

Weitere Fotos sind in unserem Fotobericht zu sehen.

(Foto oben: Pressetermin des Aktionsbündnisses im Clamartpark)


Foto: Die drei SprecherInnen des Bündnisses beim Pressetermin im Clamartpark mit Redakteuren der Landeszeitung und des Hamburger Abendblattes: v.li. Dirk Werner, Bernd Redecker und Renate Backhaus.